Newsletter 2022

Ausgabe 01

In diesem Newsletter:

IM TREND | QUARTIERSENTWICKLUNG: WARUM SERVICE-WOHNEN DAZUGEHÖRT

IM FOKUS | HAMBURG – EIN ATTRAKTIVER STANDORT FÜR SERVICE-WOHNEN

IM INTERVIEW | DIRK HÜNERBEIN

IM EIGENER SACHE | AACHENER GRUNDVERMÖGEN KAUFT „VILVIF HAMBURG“ VON TERRAGON UND GARBE IMMOBILIEN-PROJEKTE

IN DER PRESSE | ARTIKEL AUS DER IMMOBILIEN ZEITUNG UND BÖRSEN-ZEITUNG

Editorial

 

von Dr. Michael Held

Liebe Leserinnen und Leser,

ich freue mich, Ihnen mit dieser Ausgabe unseres Newsletters „Modernes Wohnen im Alter“ spannende Neuigkeiten unseres Leuchtturmprojekts „VILVIF Hamburg“ mitzuteilen. Kurz nach Baustart des Millionenprojekts im Westfield-Überseequartier in der HafenCity haben wir es an die Aachener Grundvermögen im Rahmen eines Forward-Deals veräußert. Mit dem renommierten Immobilieninvestor arbeiten wir schon lange zusammen. Die Gesellschaft hatte die VILVIFResidenzen in Berlin und Ahrensburg ebenfalls lange vor Fertigstellung erworben. Wir sehen den Verkauf des 150 Millionen-Projekts als eine Bekräftigung des Vertrauens in Terragon und in die guten Perspektiven der Assetklasse Service-Wohnen, und es untermauert die Qualität unserer Projekte.

Dirk Hünerbein, der als Head of Development Germany bei Unibail-Rodamco-Westfield alle Neuentwicklungen in Deutschland verantwortet, gibt im Interview interessante Details zu den Besonderheiten des Überseequartiers in Hamburg preis. Lesen Sie im Newsletter, warum dieses Projekt auch für Unibail-Rodamco-Westfield einzigartig ist, welche Herausforderungen die größte Baustelle Europas mit sich bringt und welche Bedeutung Unibail dem Senior-Living-Segment beimisst.

Darüber hinaus beleuchten wir auch den Hamburger Markt etwas näher und zeigen, welche positiven Effekte Service-Wohnen für Senioren bei der Quartiersentwicklung leistet.

Ihnen wünsche ich eine spannende Lektüre.

Ihr Dr. Michael Held

Ihr Dr. Michael Held
Vorstandsvorsitzender
TERRAGON AG

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Im Trend

 

QUARTIERSENTWICKLUNG: WARUM SERVICE-WOHNEN DAZUGEHÖRT

Immer mehr Aufmerksamkeit erhalten Stadtentwicklungsthemen aufgrund der Wohnungsknappheit in Ballungsräumen, zunehmend auch außerhalb der Fachöffentlichkeit. Dabei steht der Begriff Quartiersentwicklung für vieles, was positiv mit dem insbesondere städtischen Wohnen verbunden ist. Die Ziele, die sich Stadtplaner heute unter dieser Überschrift setzen, sind anspruchsvoll. Es geht um ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Eine kompakte Stadt der kurzen Wege ist ein Ideal, in dem schonend mit den vorhandenen Flächen umgegangen, energieeffizient gebaut und nicht zuletzt eine Vielfalt der Bewohner erzielt wird, die eine lebenswerte Mischung erzeugt.

Anspruchsvoll, aber nicht unmöglich. Allerdings reicht es nicht, eine Nutzungsmischung zu entwickeln, die ausreichend Arbeit, Wohnen und Freizeit enthält. Die Mischung muss auch anwachsen, um es in ein gärtnerisches Bild zu fassen. Schon mehrfach habe ich erlebt, dass Service-Wohnen in einem neu entwickelten oder weiter entwickelten Quartier dabei eine wichtige Rolle spielte. Service-Wohnen hat, wenn es richtig geplant ist, fast eine Anwachs-Garantie. Der Bedarf ist und bleibt groß, eine gut gemachte Residenz in einem attraktiv angelegten Viertel hat alle Chancen, schnell Bewohner zu finden.

Die Bewohner sind Senioren im Alter um die 70, die einen selbstbestimmten und aktiven Ruhestand anstreben. Sie bringen – rein ökonomisch – Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen mit, dazu Interesse an Kultur und Freizeitangeboten. Nicht zuletzt beleben Senioren aufgrund ihres Zeitbudgets Initiativen und bürgerschaftliches Engagement vom Chorgesang bis zur Unterstützung für Geflüchtete. Beispiele aus den VILVIF-Residenzen zeigen, dass die Menschen, die hier leben, weiterhin und besonders lange aktiv und positiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und dieses stützen.

Die Veränderung, die durch Service-Wohnen angestoßen werden, sind dabei nachhaltig und stabil. Das belegt auch die neue Residenz im Überseequartier inmitten der Hamburger HafenCity. Generalmieter und Betreiber wird VILVIF, unser Joint Venture mit der Agaplesion gAG. Der Mietvertrag ist auf 25 Jahre angelegt, fast eine Generation. Für mindestens diesen Zeitraum wird es also dort, wo Vielfalt Wurzeln schlagen soll, städtisches Leben mit Seniorinnen und Senioren geben.

Ihr Dr. Michael Held

Dr. Michael Held ist seit mehr als 25 Jahren als Projektentwickler tätig. 1994 gründete er das Unternehmen TERRAGON, mit dem er sich von 1999 an auf die Entwicklung und Realisierung von Seniorenimmobilien spezialisierte. Gemeinsam mit seinem erfahrenen Team, machte der in München aufgewachsene Unternehmer, TERRAGON zum Marktführer im Bereich Service-Wohnen.

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Im Fokus

 

HAMBURG – EIN ATTRAKTIVER STANDORT FÜR SERVICE-WOHNEN

Mit zunehmendem Alter eine bedürfnisgerechte Immobilie beziehungsweise Wohnform zu finden, ist für viele eine wachsende Herausforderung. Denn es steigt zwar der Bedarf, aber geeignete Angebote sind nach wie vor knapp. Es gibt eine große Versorgungslücke bei adäquaten Wohnformen für Senioren, insgesamt sind 94 Prozent der deutschen Kommunen unterversorgt. Nach unserer Analyse besteht in Deutschland ein Bedarf von rund 90.000 Wohnungen allein im Premium-Service-Wohnsegment, aktuell existieren aber nur 30.000 Wohnungen. Der Bedarf wird in den kommenden Jahren weiter deutlich zunehmen.

Allein in Hamburg könnten rund 50.000 Service-Wohnungen für Senioren entstehen, um dem Nachfragepotenzialgerecht zu werden. Während in der Hansestadt mittlerweile auf 100 Haushalte in der Altersgruppe 70+ bereits zehn Wohneinheiten kommen, ist der Versorgungsgrad im Hamburger Umland erheblich geringer und es besteht dort ein noch deutlich größerer Bedarf. In den Landkreisen Stade, Harburg und Lüneburg stehen beispielsweise weniger als drei Wohneinheiten pro 100 Haushalte zur Verfügung.
Gleichzeitig sind die finanziellen Voraussetzungen bei Senioren für gehobenes Service-Wohnen in der Region Hamburg gegeben. Das Haushaltsnettoeinkommen der 70- bis 79-Jährigen beläuft sich dort auf bis zu mehr als 3.000 Euro, wie das Hamburger Abendblatt berichtete. Insgesamt haben wir es aktuell mit der wohlhabendsten Rentnergeneration zu tun, die es jemals in Deutschland gab.

Mit VILVIF Hamburg realisiert TERRAGON in Hamburg aktuell ein Großprojekt im Bereich Senior-Living und hat erst kürzlich in Ahrensburg bei Hamburg eine neue Service-Wohnanlage für Senioren eröffnet. Somit nutzt TERRAGON das Marktpotenzial und verbessert gleichzeitig das dringend benötigte Angebot im Bereich Seniorenimmobilien.

Denn nicht nur aus der Sicht der Projektentwickler und Immobilieninvestoren ist Hamburg ein spannender Standort aufgrund des großen Bedarfs und der zunehmenden Nachfrage, sondern auch für Senioren. Diese profitieren von der sehr guten Infrastruktur und der Verfügbarkeit zahlreicher kulinarischer und kultureller Angebote in der maritimen und facettenreichen Metropole an der Elbe. Nicht zuletzt profitiert auch der Standort selbst: Das Quartier wird durch Service-Wohnen und die Durchmischung verschiedener Nutzungsarten aufgewertet. Zudem erhält die Stadt Hamburg beziehungsweise der Handel solventes Kundenpotenzial hinzu. Senior Living hat in Hamburg bereits eine lange Tradition, ist dort schon seit 25 Jahren präsent, und stellt somit in diesem Umfeld ein Stabilitätsanker dar.

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Im Interview

 

„DAS WESTFIELD HAMBURG-ÜBERSEEQUARTIER IN HAMBURG IST EIN MUSTERBEISPIEL AUCH FÜR UNS IN DER GRUPPE.“

MW: HERR HÜNERBEIN, UNIBAIL-RODAMCO-WESTFIELD ENTWICKELT ZURZEIT IN DER HAFENCITY IN HAMBURG DAS SOGENANNTE WESTFIELD HAMBURG-ÜBERSEEQUARTIER. WAS IST DAS BESONDERE AN DIESER MIXED-USE-PROJEKTENTWICKLUNG?

DIRK HÜNERBEIN: Zum einen ist allein die Größe schon etwas Besonderes – dabei meine ich nicht nur die Investitionssumme von mehr als einer Milliarde Euro. Das Quartier wird mit seinen 419.000 Quadratmeter Gesamtfläche dreimal so groß wie der Hamburger Fischmarkt. Das Millerntor-Stadion – Fußballstadion und Heimat des FC St. Pauli mit Platz für 30.000 Besucher – würde dort 14-mal hineinpassen. Das Westfield Hamburg-Überseequartier ist die größte innerstädtische Baustelle in Europa. Schon die über 20 großen Kräne, die dort permanent im Einsatz sind, bieten ein faszinierendes Bild. Es gibt nicht nur kein vergleichbares Quartier in Europa, sondern es ist auch eine Blaupause für uns in der Gruppe, für künftige Projekte in anderen Länder und Städten. Der Ansatz der absoluten Nutzungsdurchmischung und dabei kein Segment auszulassen, von Jung bis ganz Alt zu denken, einen pulsierenden Ort für Einheimische sowie Touristen von nah und fern zu schaffen, auch höchste Standards in den Bereichen digitale Vernetzung und Nachhaltigkeit, sowohl in ökologischer als auch sozialer Hinsicht, zu setzen – das ist auch für uns momentan einzigartig. Uns war es dabei wichtig, ein Gefühl von Stadt, von einem hohen Maß an Urbanität, bei diesem Projekt zu vermitteln. Wir stellten uns zuvor natürlich die Frage, was ein Quartier der Zukunft überhaupt ausmacht und welche Nutzungsbausteine dafür wichtig sind. Das ist im Grunde das, was dieses Quartier ausmacht und es auch besonders macht: Dass es durch die verschiedenen Nutzungsbausteine Wohnen, Arbeiten und Freizeit eine Erweiterung der Innenstadt für sich definiert und den Menschen, die dort leben, arbeiten oder ihre Freizeit verbringen, genau das Gefühl geben, sich in einem attraktiven, hochverdichteten und pulsierenden Stück Stadt zu befinden. Mit dem Überseequartier erschaffen wir einen pulsierenden Ort, der nicht nur für Hamburg und regional, sondern auch international eine Strahlkraft haben wird.

MW: WIE SIEHT DIESE NUTZUNGSDURCHMISCHUNG KONKRET AUS?

DIRK HÜNERBEIN:Wir realisieren bei diesem Quartier 48.000 Quadratmeter Bürofläche mit Platz für 4.000 Arbeitsplätze, drei Hotels mit circa 830 Zimmern, drei Wohngebäude – darunter das Senior-Living-Projekt von TERRAGON und Garbe mit 186 Wohnungen sowie 400 weitere Wohnungen – und 100.000 Quadratmeter im Bereich Einzelhandel, Gastronomie und Freizeit. Es werden mehr als 40 Gastronomieeinheiten, das erste Kinopolis Hamburgs, das erste LEGOLAND Discovery Centre und der erste Breuninger Department Store in der Hansestadt sowie zahlreiche andere Flagshipstores vorhanden sein – und nicht zu vergessen das Kreuzfahrt-Terminal. Da sich das Quartier direkt an der Elbe befindet, ist auch das möglich. Darüber hinaus ist es uns wichtig, das hanseatische Flair aufzugreifen. Die lokale Tradition, das Erbe der Stadt, das sich in der Architektur und den traditionellen Baumaterialien wiederfindet, zeigt sich auch im Brand-Mix. Neben internationalen und nationalen Marken wird es viele lokale Marken geben, die aus Hamburg kommen und dort präsent sind – wir nennen sie „Local Champions“. Gerade dadurch wollen wir bewusst den Bezug zu Hamburg und eine Authentizität erreichen, die allein mit den Marken, die man in vielen Highstreets findet, nicht hätte.

MW: WELCHEN STELLENWERT HAT DER MEHRGENERATIONENGEDANKE BEI DIESEM PROJEKT? GIBT ES NEBEN DEN SENIOREN AUCH VORTEILE FÜR DIE ANDEREN NUTZER UND BESUCHER EINES SOLCHEN QUARTIERS?

DIRK HÜNERBEIN: Gerade das Zusammenkommen verschiedener Generationen ist erwünscht und bringt einen großen Mehrwert – für das Quartier, die Region und auch für die Nutzer. Dieser Mix aus Innenstadtflair, vibrierendem Platz mit diversen Freizeitmöglichkeiten ist schon etwas ganz Besonderes, womit wir alle Generationen ansprechen – Jung und Alt. Gerade Menschen um die 60 überlegen heutzutage ganz genau, wo sie ihr Alter verbringen und wie sie leben möchten. Und das ist nicht die grüne Aue und das oftmals leer gewohnte Haus. Sondern sie entscheiden sich ganz bewusst dafür, mehr Möglichkeiten für ein aktives Leben zu haben. Die heutige Altersgruppe 60 plus erwartet mehr vom Leben als Senioren früher. Die Infrastruktur des Überseequartiers mit all den Angeboten vor Ort – fußläufig ins Kino zu gehen, kulinarisch vor Ort etwas zu erleben und unten im Haus in die U-Bahn einzusteigen – das ist eine Qualität, die sonst sehr selten ist. Wir schaffen einen Ort, der gerade durch die Vielfalt an Möglichkeiten verschiedenen Generationen die Chance gibt, sich auszutauschen und etwas miteinander zu erleben. Und wenn es einem zu quirlig wird, dann kann man an der Elbe entlangspazieren, zum Beispiel Richtung Landungsbrücken, oder ist in wenigen Minuten in größeren Parks.

DIRK HÜNERBEIN: Insbesondere Mittelstädte bieten Potenzial für neue Ansätze. Die Highstreet ist hier oftmals stärker auf ein Zentrum fokussiert, dessen Kern ein oder wenige große Filialisten bilden. Durch den Wegfall zentraler Ankermieter ist der Handlungsdruck in diesen Städten akuter, aber die Gestaltungsmöglichkeit aufgrund des geringeren Miet- bzw. Preislevels auch realistischer. Insbesondere die Umstrukturierung von nicht mehr bzw. nur teilweise genutzten großen Warenhäusern kann hier als Chance und Impulsgeber verstanden werden, um sich Mixed-use-Konzepten zu nähern.

MW: WAS SIND EIGENTLICH DIE GRÖSSTEN HERAUSFORDERUNGEN BEI DIESEM PROJEKT?

DIRK HÜNERBEIN: Meine Antwort mag etwas überraschend sein, denn es ist nicht die hohe Komplexität in der Bauausführung oder Baustellenlogistik, die natürlich auch beachtlich ist. Sondern die größte Herausforderung ist die stockende Digitalisierung in den verschiedenen Ländern. Teilweise müssen wir uns mit rund 350 Architekten und Ingenieuren absprechen, die über ganz Europa verteilt sind, und die in verschiedenen Leistungsphasen zum Einsatz kommen und planen. Wenn diese coronabedingt im Homeoffice arbeiten, macht es die schlechte Netzqualität manchmal schwierig, beispielsweise 3-D-Modelle virtuell zu übertragen und Planungen zu synchronisieren.

MW: WELCHE BEDEUTUNG HAT DAS SENIOR-LIVING-PROJEKT VON TERRAGON UND GARBE IM RAHMEN DES GESAMTEN QUARTIERS?

DIRK HÜNERBEIN: Eine außerordentlich große. Das multifunktionale Gebäude innerhalb unseres gemischt genutzten Quartiers greift die Mehrgenerationenidee des gesamten Projekts auf. Deshalb ist es ein wichtiger Baustein des Quartiers. Oberhalb von Retail- und Freizeitflächen entstehen die Premium-Wohnungen für Best-Ager. Das ganze Konzept ist sozusagen eine kleine Stadt in der Stadt, weil nicht nur Apartments gebaut werden, sondern weil der Community-Gedanke mitgedacht wird und große Gemeinschaftsbereiche entstehen, wo man zusammen Zeit verbringen, essen, Fitness machen oder den großen Spa-Bereich nutzen kann. Es wird eine Vielzahl an Services und Dienstleistungen direkt im Gebäude geben. Mit all den Angeboten ist dieses moderne Senior-Community-Living-Konzept eine optimale Ergänzung unseres Quartiers und setzt zudem auch einen starken Impuls für dessen Vielfältigkeit. Darüber hinaus war uns wichtig, erfahrene und kompetente Partner an unserer Seite zu haben für die Umsetzung dieses modernen und innovativen Projekts. Und mit TERRAGON und Garbe haben wir das.

MW: WIRD SENIORENWOHNEN AUCH KÜNFTIG EIN THEMA FÜR SIE BLEIBEN? WIE SCHÄTZEN SIE DEN BEDARF IN DIESEM SEGMENT EIN?

DIRK HÜNERBEIN: Ja, absolut. Denn ich sehe riesiges Potenzial und einen sehr hohen Bedarf in diesem Bereich. Dass dieser Bedarf gedeckt werden muss, wird meiner Meinung nach übrigens viel zu wenig gesellschaftlich diskutiert. Dass wir alle älter werden, ist klar. Und gerade Service-Wohnen bringt eine hohe Sicherheit mit, dass man gut versorgt ist und so lange wie möglich autonom leben kann. Da würde ich mir eine größere öffentliche Auseinandersetzung mit diesem Thema wünschen.

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IN EIGENER SACHE

 

AKTUELLES

AACHENER GRUNDVERMÖGEN KAUFT „VILVIF HAMBURG“ VON TERRAGON UND GARBE IMMOBILIEN-PROJEKTE

Das Millionen-Projekt „VILVIF Hamburg“ in der Hamburger HafenCity wurde im Rahmen eines Forward-Deals von der TERRAGON AG und der Garbe Immobilien-Projekte GmbH an die Aachener Grundvermögen Kapitalverwaltungsgesellschaft verkauft. Dies ist die bisher größte Einzeltransaktion für Service-Wohnen in Deutschland. Die Veräußerung in dem frühen Stadium des Projekts untermauert die Qualität des Konzepts und die gute Standortwahl im Westfield-Hamburg-Überseequartier – dem aktuell größten innerstädtischen Stadtentwicklungsvorhaben in Europa. Zum Jahresbeginn 2021 startete der Bau der geplanten 186 Wohnungen im Senior-Living-Konzept. Das Projekt umfasst insgesamt 21.500 Quadratmeter sowie eine speziell konzipierte, hochwertige Ausstattung für Best Ager. Als Betreiber wird zukünftig die SWS GmbH agieren, die im Rahmen eines Joint-Ventures mit der TERRAGON AG und der AGAPLESION gAG einen Mietvertrag von 25 Jahren abgeschlossen hat.

TERRAGON BIETET MIT DATENBANK „TERRA“ MEHR TRANSPARENZ FÜR STRATEGISCHE INVESTMENTS

TERRAGON ermöglicht mittels der neu entwickelten Datenbank „TERRA“ den Abruf tagesaktueller Analysen zu lokalen Märkten, Wettbewerbern und Zielgruppen bundesweiter Standorte. In Zusammenarbeit mit den Münchener Geomarketing-Experten der WIGeo-GIS ist es gelungen, die Datenbank seit Dezember 2021 für bestehende und potenzielle Projektpartner verfügbar zu machen. Bereits bei der Besichtigung eines Objekts oder Grundstücks können Vorhersagen mobil abgerufen werden. Im Ergebnis bildet der Datenbestand von „TERRA“ mit rund 7.350 Service-Wohnanlagen und aktuell Hunderten Bauprojekten den Status, den Ausbaubedarf und das Potenzial der Service-Wohnimmobilien für Senioren in Deutschland ab. Damit hat TERRAGON die Transparenz im Markt der Seniorenimmobilien auf ein neues Niveau gehoben.

AVOCONS-ENTWICKLER-RANKING: TERRAGON AUF PLATZ EINS BEIM SERVICE-WOHNEN

TERRAGON ist Marktführer im Ranking der Projektentwickler im Bereich Seniorenimmobilien. Das wurde im Rahmen einer Untersuchung der Unternehmensberatung Avocons kürzlich bekräftigt. Demnach besitzt TERRAGON mit mehr als 670 Millionen Euro das mit Abstand größte Entwicklungsportfolio im Segment Service-Wohnen (mit Berücksichtigung von Projekten mit Baujahr ab 2021) und mit rund 342 Millionen Euro das höchste Bauvolumen im Zeitraum 2001 bis 2020 – insgesamt sechsmal höher als der Zweitplatzierte Convivo. Damit ist TERRAGON im Ergebnis der größte Projektentwickler von Service-Wohnungen für Senioren in Deutschland. Im Zuge weiterer Akquisitionen konnte TERRAGON das Entwicklungsportfolio inzwischen noch weiter ausbauen, und zwar auf mittlerweile 837 Millionen Euro.

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IN DER PRESSE

 

GARBE UND TERRAGON BAUEN LUXUS-DOMIZIL FÜR BEST AGER

HAMBURG. Garbe und Terragon entwickeln im Westfield Überseequartier ein Wohnprojekt fürBest Ager. Gut 100 Mio. Euro fließen in den Bau von 186 Wohnungen samt Spa, Restaurant, Ateliers und Community-Flächen.

Garbe Immobilien Projekte und Terragon, Entwickler von Seniorenimmobilien aus Berlin, haben von Unibail-Rodamco-Westfield (URW) das Baurecht für ein Wohnhausprojekt im Südlichen Überseequartier – Label: Westfield Überseequartier – in der Hamburger Hafencity gekauft. Auf 20.400 m2 Bruttogrundfläche (BGF) sind 14.000 m2 Wohnfläche im zweiten bis siebten Obergeschoss für 186 Wohnungen vorgesehen. Realisiert wird ein Entwurf der Hamburger Architekten Leon Wohlhage Wernik.

Der Premium-Charakter der 40 m2 bis 180 m2 großen Einheiten wird in der gemeinsamen Erklärung der Projektentwickler sowie des Verkäufers mehrfach betont. Der Zielgruppe der Best Ager werden Freizeitaktivitäten von Sport und Wellness bis zu künstlerischer Betätigung samt Atelier geboten, Unterstützung beim Einkauf und ein Büroservice. In der Mixed-Use-Immobilie sind zudem ein Restaurant vorgesehen, ein Spa- und Fitness-Bereich mit Schwimmbad sowie Community-Flächen. Ein Dachgarten, ein begrünter Innenhof und nicht zuletzt 100 Stellplätze in den Untergeschossen komplettieren das Konzept. Die Mieten werden je nach Wohnungsgröße im Mittel bei 26 Euro/m2 liegen.

Betreiber wird Vilvif, ein Joint Venture der beiden Unternehmen Terragon und Agaplesion, das nach der Eröffnung des Projekts voraussichtlich Ende 2023 die Immobilie als Generalmieter und Service-Anbieter verwalten wird. Als Generalübernehmer realisiert Köster-Bau das Projekt.

„Hier entsteht Senior-Living in einem Umfeld mit attraktiven Angeboten und einer hervorragenden Verkehrsanbindung“, erklärt Fabian von Köppen, Geschäftsführer von Garbe Immobilien-Projekte. Tobias Hertwig, der bei Garbe Immobilien-Projekte für die Technik verantwortliche Geschäftsführer, verweist zudem auf die Komplexität des Bauvorhabens: „Die pünktliche Umsetzung stellt aufgrund des engen Zeitplans und des hohen Abstimmungsbedarfs bei der Baustellenlogistik hohe Anforderungen an unsere Baukompetenz.“ […]

Dieser Artikel ist in der Immobilien Zeitung veröffentlicht worden und in voller Länge beim Medium einsehbar.

IN DER PRESSE

 

KOMPLEXITÄT UND POTENZIALE IM SENIORENWOHNEN

Gastbeitrag von Dr. Michael Held von Terragon und Reiner Braun von Empirica

Viel wurde in den vergangenen Jahren in Deutschland über Altersarmut und niedrige Renten diskutiert. Wer sich indes die Zahlen anschaut, muss anerkennen, dass wir aktuell die wohlhabendste Rentnergeneration haben, die es jemals in unserem Land gegeben hat. Ein Drittel aller westdeutschen und immerhin ein Sechstel aller ostdeutschen Rentnerhaushalte haben mehr als 2 500 Euro Monatseinkommen. Zwei Drittel aller Rentner haben Wohneigentum. Die Alterskohorte der Babyboomer ist überdurchschnittlich groß, und von den Babyboomern wiederum gibt es einen großen Anteil an Menschen mit einer deutlich höheren Eigentums- und Einkommensquote.

Kein Freifahrtschein

Kurzum, ein relevanter Anteil der Älteren und künftig Älteren in Deutschland ist überdurchschnittlich vermögend. Wir haben also eine klare Divergenz zwischen der gesellschaftlichen Wahrnehmung und der tatsächlichen Einkommensverteilung, was auch dynamische Auswirkungen auf die Bereitschaft und Fähigkeit der Menschen haben wird, mehr Geld für altersgerechtes Wohnen zu zahlen – und dementsprechend den Bedarf nach einem breit-gefächerten Angebot erhöhen wird.

Auch wenn sie offenkundig sind, stellen diese Bedarfspotenziale jedoch keinen Freifahrtschein für Investitionen in sämtliche altersgerechte Wohnformen dar. Zum einen gibt es regionale Unterschiede. Die Einkommensverteilung im Rentenalter schwankt nicht nur zwischen Ost und West, sondern auch zwischen dem Süden und dem Norden, zwischen den Ballungsgebieten und dem ländlichen Raum. Zum anderen unterliegen auch die Grundstückspreise und nachgefragten Qualitätsstandards erheblichen regionalen Unterschieden. Und drittens beobachten wir mit Sorge, dass manche Investoren weiterhin beim Gesundheitsimmobilienmanagement die falschen Schwerpunkte setzen.

Trotz eines Gesamtinvestitionspotenzials von aktuell über 60 Mrd. Euro im betreuten Wohnen fließt ein Großteil des Kapitals in risikoanfällisen bedürfen, um mögliche Renditen zu erkennen und Risiken zu minimieren.

Vor diesem Hintergrund ist neben der Nachfrageseite des Marktsegments Wohnen im Alter vor allem auf das Investitionspotenzial abzustellen, um auf Grundlage beider Faktoren das Realisierungspotenzial zu identifizieren. So muss geklärt werden, welcher Anteil einer bestimmten Alterskohorte denn auch eine bestimmte Wohnform für sich wählt. […]

Dieser Artikel ist in der Börsen-Zeitung veröffentlicht worden und in voller Länge beim Medium einsehbar.